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Ford Transit 2.0 EcoBlue: Öldruckwarnleuchte an - was jetzt?

Schalten Sie den Motor unverzüglich aus. Beim 2.0 EcoBlue ab 2016 ist die Öldruckkontrollleuchte oft der erste und mitunter einzige Hinweis darauf, dass der im Motoröl laufende Zahnriemen zerfällt. Im Laufe der Zeit wird das Riemenmaterial weich und löst sich in kleinen Fasern ab. Diese sammeln sich in der Ölwanne und verstopfen das Ansaugsieb der Ölpumpe. Dadurch bricht die Ölversorgung ein, was vor allem Turbolader, Nockenwellen und Kurbelwellenlager gefährdet. Erfahrungsberichte aus Fahrerforen zeigen einen klaren Unterschied: Wer den Motor sofort abstellte, konnte ihn häufig retten; wer noch „ein paar Kilometer“ weiterfuhr, benötigte nicht selten einen Austauschmotor.

Welche Arbeiten sind nach einer Öldruckwarnung beim EcoBlue erforderlich?

Mit einem neuen Zahnriemen allein ist es nicht getan. Eine vollständige Reparatur umfasst den Hauptzahnriemen samt Spanner und den separaten Ölpumpenriemen, der ebenfalls im Öl läuft und sich genauso auflösen kann. Außerdem muss die Ölwanne abgenommen und das Ansaugsieb sorgfältig von sämtlichen Gummirückständen befreit werden. Hinzu kommen ein neuer Steuergehäusedeckel, da das ausgebaute Bauteil nicht wiederverwendet wird, frisches Motoröl nach WSS-M2C950-A / WSS-M2C952-A inklusive Filter sowie eine Prüfung der Ölzulaufleitung zum Turbolader. Ihr sehr enger Querschnitt kann durch Riemenabrieb zugesetzt sein und nach der eigentlichen Reparatur noch einen Turboladerschaden verursachen. Ford hat das offizielle Wechselintervall inzwischen von 240.000 auf 160.000 km beziehungsweise sechs Jahre reduziert.

 
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